2017-02-24 17.21.22

Foto: AfD Trier

Zum heutigen Beschluss des Trierer Stadtrates, den „Brubacher Hof“ als Wohnbaufläche in den Flächennutzungsplan 2030 aufzunehmen, nimmt der Vorsitzende der AfD-Fraktion MdL Michael Frisch wie folgt Stellung:

„Trotz massiver Bedenken im Hinblick auf Natur-und Umweltschutz sowie ungelöster und letztlich auch unlösbarer Verkehrsprobleme hat sich eine Mehrheit des Rates für das Baugebiet „Brubacher Hof“ ausgesprochen. Mit einem unmittelbar vor der Sitzung vorgelegten Änderungsantrag ist es einer Koalition CDU, SPD , ÜBT und FDP gelungen, den Eindruck zu erwecken, wesentliche Kritikpunkte ließen sich ausräumen. Faktisch ist dies jedoch keineswegs der Fall. Weder die problematische Lage der Fläche am Rande eines Naturschutzgebietes noch der Verlust an wertvollem Acker- und Weideland lassen sich per Antrag ändern. Wie die Zusage der Existenzsicherung für den dort ansässigen Betrieb umgesetzt werden soll, ist völlig ungeklärt. Vor allem aber löst man mit der Absichtserklärung, für eine bessere verkehrliche Anbindung zu sorgen, noch kein einziges reales Verkehrsproblem. Auch die immer wieder als Allzweckwaffe genannten „Kreisel“ können vielleicht für einen punktuell besseren Verkehrsfluss sorgen, jedoch das angesichts der Tallage der Stadt viel zu hohe Aufkommen an Fahrzeugen nicht kompensieren.

Dass der Bereich „Langenberg“ lediglich als „Entwicklungsreserve“ weiter verfolgt werden soll, entspricht unserer Forderung nach einer an der tatsächlichen Bevölkerungsentwicklung orientierten nachhaltigen Stadtentwicklung. Insgesamt jedoch ist die jetzt getroffene Entscheidung eine Mogelpackung, mit der man verärgerte Bürger beruhigen will, während man gleichzeitig den eingeschlagenen Weg unbeirrt weitergeht. Die AfD-Fraktion hält diesen Weg nicht nur im Interesse des Stadtteils Mariahof, sondern auch im Hinblick auf die zukünftige Lebensqualität in unserer Stadt für falsch und hat der Entscheidung daher nicht zugestimmt.“