fnpIn der aktuellen Diskussion um den Flächennutzungsplan 2030 meldet sich jetzt der Kreisverband Trier der Alternative für Deutschland zu Wort. AfD-Kreisvorsitzender MdL Michael Frisch erläutert die Position seiner Partei:

„Sowohl beim Brubacher Hof als auch für den Bereich Langenberg gibt es erhebliche städteplanerische Probleme sowie massive Belastungen im Hinblick auf Naturschutz und Verkehr. Beide Gebiete sind daher für eine umfangreiche Bebauung nicht wirklich geeignet. Auch deshalb gibt es in Euren und Mariahof erheblichen Widerstand seitens der Stadtteilbewohner gegen diese Projekte. Als Partei, die sich der direkten Bürgerbeteiligung verpflichtet fühlt, lehnen wir es ab, einen Beschluss mit solcher Tragweite über die Köpfe der unmittelbar betroffenen Menschen hinweg durchzusetzen.

Zudem halten wir den von der Stadtverwaltung beschriebenen Baulandbedarf für unangemessen hoch. Angesichts stark zurückgehender Flüchtlingszahlen, der von allen Parteien geforderten Rückführungspolitik sowie der demographischen Entwicklung scheint ist es keineswegs sicher, dass sich die Einwohnerzahl Triers in den nächsten Jahren in dem angenommenen Maße vergrößern wird. Eine überdimensionierte Ausweisung von Bauland könnte daher nicht nur zu einer Verödung der Ortskerne in den Stadtteilen führen, sondern auch die aktuell stattfindende Landflucht weiter verstärken. Dabei ist der Erhalt der ländlichen Regionen gerade für Rheinland-Pfalz von existentieller Bedeutung. Eine Konzentration der Menschen auf wenige Metropolen würde eine große soziale und kulturelle Verarmung mit sich bringen.

Mit den unstrittigen oder bereits beschlossenen Baugebieten in Feyen, Ruwer, Euren und Zewen sowie einer Verdichtung der vorhandenen Bebauung tragen wir dem Baulandbedarf in Trier schon jetzt ausreichend Rechnung. Weitere Planungen sollten vorerst aufgeschoben und dann in Abhängigkeit von der tatsächlichen Bevölkerungsentwicklung beurteilt werden. Die AfD befürwortet eine Stadtplanung, die nicht vorrangig auf numerisches Wachstum setzt, sondern dem Grundsatz „Qualität statt Quantität“ folgt. Nicht die Einwohnerzahl Triers ist entscheidend, sondern Lebensqualität und Wohlbefinden ihrer Bewohner. Nur so werden wir unsere Stadt als liebens- und lebenswerte Heimat erhalten.”