AfD stellt Antrag „Kostenersparnis durch Umwandlung des Stadttheaters in ein Staatstheater und Kooperation mit anderen Theatern prüfen“

Nach dem von den anderen Fraktionen abgelehnten Antrag zur Aufhebung des 3-SpartenBeschlusses aus dem Jahr 2013 unternimmt die AfD-Fraktion im Stadtrat Trier einen neuen Vorstoß zur Kostensenkung am Trierer Theater. Die Stadtverwaltung, so der Tenor eines AfDAntrags für die Ratssitzung am 8.März, soll prüfen, ob und inwieweit eine Kostenreduktion durch die Umwandlung des Stadttheaters Trier in ein Staatstheater und die damit ermöglichte Kooperation mit anderen rheinland-pfälzischen Staatstheatern in Mainz und gegebenenfalls in Kaiserslautern oder Koblenz erzielt werden kann.

Hierzu erklärt der AfD-Fraktionsvorsitzende MdL Michael Frisch: „Im Hinblick auf den angespannten Haushalt der Stadt müssen die Ausgaben für das Theater nachhaltig gesenkt werden. Nur so kann es gelingen, dessen gesellschaftliche Akzeptanz und damit den Betrieb auf Dauer zu erhalten. Eine Möglichkeit zu einer solchen Kostenersparnis könnte – analog zur Vorgehensweise in Mainz im Jahr 1989 – die Umwandlung des Stadttheaters in ein gemeinsam mit dem Land betriebenes Staatstheater sein. Vor allem durch Kooperation und daraus resultierende Synergieeffekte ließen sich Einsparungen realisieren. Darüber hinaus könnte die Angebotsvielfalt verbessert werden. Auch eine Spartenreduktion wäre durch die Zusammenarbeit mit anderen Staatstheatern denkbar, ohne dass damit ein künstlerischer Qualitätsverlust einherginge.

Die Mitwirkung des Landes bei der Aufsicht und der Besetzung wichtiger Stellen würde die finanziellen Risiken des Theaterbetriebs verringern und ein Millionen-Desaster wie unter Egger und Sibelius von vorneherein unmöglich machen. Das mit einem Staatstheater verbundene größere Renommee würde zudem zu einer Qualitätssteigerung im künstlerischen Bereich und so zu einer Erhöhung der Besucherzahlen führen. Nicht zuletzt erhielte die Stadt Trier eine größere Planungs- und Rechtssicherheit für die Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz – sowohl im Hinblick auf die Kosten des laufenden Betriebs als auch bei den notwendigen Sanierungsmaßnahmen am Theatergebäude.“