refuel-1629074_1280Die sofortige Beschlussfassung zur in der Ostallee befindlichen ARAL-Tankstelle, über deren Zukunft in der kommenden Sitzung des Stadtrates entschieden werden soll, ist für die AfD Trier nicht zielführend. Zu dieser Meinung beigetragen hat nicht zuletzt ein ausführliches Gespräch mit dem Pächter Lothar Schmitz, an dessen und der Kompromissbereitschaft des BP-Konzerns sich seit 2011 nichts geändert hat.

Mario Hau, stellvertretender Kreisvorsitzender der AfD Trier, erläutert nach dem Austausch mit dem Tankstellen-Pächter: “Laut Schmitz ist BP nach wie vor an einer einvernehmlichen Lösung interessiert. Ein zukunftsorientierter Neubau wäre demnach möglich, so würde am Standort beispielsweise auch der E-Mobilität sowie den Bedürfnissen von Radfahrern Rechnung getragen werden können. Selbst über eine Fahrrad-Waschanlage denke man nach, weiterhin würden auch Aspekte des Umweltschutzes und der Städteplanung bedacht. So könnte sich die Tankstelle zum Teil mit aus einer Solaranlage eingespeistem Strom selbst versorgen, der Neubau sich ins Stadtbild einfügen. Weiterhin hob Schmitz die Bedeutung der “blauen Lagune” als sozialem Treffpunkt im Stadtteil hervor, der insbesondere von älteren Mitbürgern täglich frequentiert würde.”

Kein Ersatzstandort in Sicht: Verlust von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen

Die Suche nach einem Ersatzstandort sei fehlgeschlagen, führt Hau weiter aus: “Laut Schmitz wurden mehrere Grundstücke in Betracht gezogen, darunter fand sich jedoch kein passender Standort, was im Falle einer negativen Entscheidung bezüglich des jetzigen Standortes die endgültige Schließung, den Verlust von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen für Stadt bedeuten würde.”

Hau konsterniert: “Für uns ist es nach wie vor unverständlich, dass hier wieder einmal Hals über Kopf Fakten geschaffen werden sollen, ohne die Folgen ausreichend zu bedenken. Nicht nur vor dem Hintergrund der desolaten Haushaltssituation ist es unverantwortlich, Trierer Geschäftsleute derart zu düpieren und auf Steuereinnahmen zu verzichten, ebensowenig scheint man an die Mitarbeiter zu denken. Zusätzlich wird wieder einmal der Wille der Bürger ignoriert, die mehrheitlich keinen Sinn in einer Schließung der Tankstelle sehen, woran sich seit der Debatte in 2011 nichts geändert hat.

AfD setzt sich für Kompromiss-Aushandlung mit BP ein

Die AfD wird sich daher dafür einsetzen, die Abstimmung über diesen Sachverhalt zu verschieben. Die dadurch gewonnene Zeit sollte dazu genutzt werden, gemeinsam mit dem BP-Konzern und dem Pächter auf einen Kompromiss hinzuarbeiten, der für alle Seiten tragbar ist und der Mehrheitsmeinung der Bürger entspricht.”