Michael-FrischBei den Verhandlungen über eine „Ampelkoalition“ haben sich SPD, FDP und Grüne Pressemitteilungen zufolge darauf geeinigt, die „Bildung für Kleinkinder“ in Rheinland-Pfalz weiter auszubauen. Dafür sollen unter anderem fast 50 Millionen aus den durch die Abschaffung des Betreuungsgeldes frei werdenden Mitteln eingesetzt werden.

Der Familienexperte der gewählten AfD-Landtagsfraktion Michael Frisch übt scharfe Kritik an diesem Vorhaben: „Während sich die Ampelparteien in vielen politischen Fragen alles andere als einig sind, herrscht offensichtlich Übereinstimmung darin, die Familien in unserem Land weiter zu schwächen. Denn während etwa Bayern die ehemals als Betreuungsgeld gezahlten Leistungen auch in Zukunft den Familien zur Verfügung stellen will, sollen in Rheinland-Pfalz all jene Eltern leer ausgehen, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren ganz bewusst selbst betreuen und erziehen möchten. Die völlig einseitige Förderung der staatlichen Betreuung ist ein Irrweg, der viele Familien benachteiligt, keine echte Wahlfreiheit lässt und die Erziehungsleistung von Eltern missachtet.“

Nicht Bildung ist entscheidend, sondern die Bindung

„Darüber hinaus ist es wissenschaftlich eindeutig erwiesen, dass für Kleinkinder nicht Bildung, sondern sichere Bindung entscheidend ist. Eine solche Bindung aber entsteht am besten in der Familie durch eine liebevolle Beziehung mit festen Bezugspersonen. Den meisten Eltern ist diese Tatsache durchaus bewusst und daher möchten sie sich gerade in der prägenden frühen Lebensphase selbst um ihre Kinder kümmern. Aufgabe des Staates ist es, dafür genauso die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen wie für diejenigen, die sich für eine Fremdbetreuung entscheiden.“

AfD-Fraktion für mehr Wahlfreiheit und weniger Bevormundung der Eltern

„Wir brauchen grundsätzlich weniger staatliche Bevormundung und mehr Wahlfreiheit in der Erziehung. Die Pläne der „Ampelkoalition“ entmündigen Eltern anstatt ihre Eigenverantwortung zu stärken. Die AfD-Fraktion wird sich solchen Bestrebungen widersetzen und eine gerechte Verteilung der finanziellen Mittel in der Familienpolitik einfordern.“

Ansprechpartner:

Dr. Jan Bollinger
Parlamentarischer Geschäftsführer
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