Angesichts des bevorstehenden Bürgerentscheides zum Erhalt der Aral-Tankstelle in der Ostallee äußert sich Mario Hau, stellvertretender Kreisvorsitzender der AfD in Trier, verwundert:

“In Anbetracht des riesigen Schuldenberges, den die Stadt Trier nach wie vor sich herschiebt, ist der freiwillige und von Dezernent Andreas Ludwig (CDU) präferierte Abriss der Tankstelle nicht nachvollziehbar. Dabei zeigt sich, wie tief gespalten die CDU zu sein scheint: Während einige Fraktionsmitglieder aktiv für ihren Erhalt werben, würde Ludwig am liebsten selbst zur Baggerschaufel greifen, um der Blauen Lagune den Garaus zu machen. Das wirft auch auf die schwarz-grüne Verantwortungsgemeinschaft kein besonders gutes Licht.”

Hinsichtlich der vor allem seitens der Grünen propagierten Kampagne “Nein Tanke” meint Hau: „Das Motto sollte ‘Tankeschön’ statt ‘Nein Tanke’ lauten – denn weder machen 50 Meter Radweg im Nirgendwo irgendeinen Sinn, noch kann es sich die Stadt leisten, auf Steuer- und Pacht-Einnahmen in Höhe von 100.000 Euro jährlich zu verzichten. Diese Politik der Ideologie ist völlig verantwortungslos, denn es fallen nicht nur Einnahmen, sondern auch Arbeitsplätze weg. Und während im Gartenfeld immer mehr Parkplätze verschwinden, fiele dem Abriss der Tankstelle wohl auch der derzeit angrenzende Parkraum zum Opfer. Es handelt sich, gesamtheitlich betrachtet, um eine ausschließlich ideologische Maßnahme, die Trier für den Individualverkehr unattraktiv machen soll. Das zeigt sich vor allem an der Kompromisslosigkeit im Umgang mit den Vorschlägen BPs, einen Neubau ins Stadtbild zu integrieren, einen Radweg auf eigene Kosten an der Tankstelle vorbeizuführen und der E-Mobilität Rechnung zu tragen.”

Hau schließt: “Ob die AfD sich nun für oder die Grünen sich gegen die Tankstelle aussprechen, ist letztlich jedoch zweitrangig. Denn letzten Endes entscheiden die Bürger als Souverän unserer Stadt über ihren Erhalt. Wie gut das unserer Demokratie tut, erkennt man an der seit Wochen andauernden und lebhaften Diskussion – dieser Bürgerentscheid sollte deshalb keinesfalls ein Einzelfall bleiben, sondern der Startschuss für viele weitere solch demokratischer Prozesse sein.”