lavoEtwa 130 Mitglieder haben am 25.07. in Bingen einen neuen AfD-Landesvorstand für Rheinland-Pfalz gewählt. Diese Wahl war notwendig geworden, weil ein Teil des erst in Bellheim vor wenigen Monaten bestellten Vorstands nach der Abwahl von Bernd Lucke die Partei verlassen hat. Auf einem sehr harmonischen, von einer spürbaren Aufbruchstimmunge getragenen Parteitag, der mit einer eindrucksvollen Rede von Bundessprecher Alexander Gauland begann, wurden insgesamt 13 Frauen und Männer in die Landesspitze berufen.

Mit diesem Team gilt es jetzt, einen Neuanfang zu machen. Bernd Luckes „Weckruf“ hat zunächst die Mitglieder und schließlich die Partei gespalten. Auch hier in Rheinland-Pfalz war deutlich das gegenseitige Misstrauen spürbar, das aus langjährigen politischen Weggefährten in kurzer Zeit erbitterte Gegner machte. Ich bedauere diese Entwicklung außerordentlich und hätte mir sehr gewünscht, sie wäre uns erspart geblieben. Aber es gab letzten Endes keine andere Lösung mehr, als eine klare Entscheidung zu treffen, und ich bin froh, dass dies endlich gelungen ist.
Vieles ließe sich jetzt noch über die Vergangenheit sagen. Dass es unredlich ist, die demokratische Wahl eines neuen Bundesvorstands als „Rechtsruck“ zu interpretieren und treue, engagierte Mitglieder mit den Begriffen unserer politischen Gegner zu diffamieren –  dass es unanständig ist, nach einem Ausscheiden aus dem Landesvorstand ehemalige Parteikollegen mit Nazi-Vergleichen zu überziehen oder als Idioten zu titulieren – dass es fragwürdig ist, über die AfD errungene Mandate auch dann zu behalten, wenn man der Partei den Rücken kehrt. All dies ließe sich jetzt sagen und dann darüber klagen – und dennoch sollten wir genau dies nicht tun. Stattdessen sollten wir einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen.
Wir sollten all jenen danken, die zum Aufbau unseres Landesverbandes beigetragen haben. Wir sollten die Hand ausstrecken zur Versöhnung gegenüber denen, die mit uns gemeinsam weitermachen wollen. Wir sollten bei manchen bedauern, dass sie uns verlassen haben und uns über den Weggang einiger Querulanten und Karrieristen freuen. Aber dann sollten wir nach vorne schauen und Weckruf, Alfa und Co. getrost in der verdienten Bedeutungslosigkeit versinken lassen.
Denn vor uns liegt ein entscheidendes Jahr, vor uns liegt die Landtagswahl 2016. Und damit zum ersten Mal seit langem wieder eine realistische Hoffnung, alternative Politik in unser Landesparlament zu bringen. Es ist meine feste Überzeugung, dass wir allen Widrigkeiten und den zweifellos noch wachsenden Widerständen zum Trotz im kommenden Jahr den Einzug in den Landtag schaffen können. Aber wir können ihn nicht nur schaffen, wir müssen ihn schaffen – wenn es einen wirklichen Wandel in der Landespolitik geben soll. Wir dürfen diese Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Damit dies gelingt, heißt es jetzt zusammenzustehen und mit vollem Engagement an die Herausforderung Landtagswahl heranzugehen. Nur gemeinsam werden wir sie meistern und ich glaube, dass wir auf einem guten Weg dorthin sind. Nicht nur in der Bundespartei, auch in unserem Landesverband ist eine deutliche Aufbruchstimmung spürbar. An die Stelle einer monatelangen quälenden und für alle belastenden Unsicherheit sind große Geschlossenheit und hohe Motivation getreten.
Dank der hervorragenden Arbeit vieler Parteifreunde haben wir unter der Leitung unseres neuen Landesvorsitzenden Uwe Junge ein ausgezeichnetes Wahlprogramm erstellt, das in allen Politikbereichen echte Alternativen für eine bessere Zukunft unseres Landes formuliert. Und wir haben in die Führungsspitze unseres Landesverbandes kompetente Persönlichkeiten gewählt, die die AfD nach vorne bringen werden. Damit sind alle Voraussetzungen geschaffen, um endlich wieder unsere eigentlichen Gegner bekämpfen zu können – und dies sind nicht die Liberalen oder die Konservativen in der eigenen Partei, sondern die unserem Volk immer größeren Schaden zufügenden Altparteien in Mainz und in Berlin!
In den kommenden Monaten müssen wir der rot-grünen Landesregierung ordentlich einheizen. Wir müssen den Bürgern klar machen, dass weder Frau Dreyer noch Frau Klöckner dazu in der Lage sind, unser Land zu führen und die dramatisch wachsenden Probleme zu lösen. Kurzum: wir müssen Dampf machen für eine Wende!
Auch als Kreisverband Trier werden wir unseren Beitrag dazu leisten. Der Kreisvorstand wird sich in den Sommerferien treffen, um eine Strategie für den Wahlkampf vor Ort zu entwerfen. Anschließend werden wir Sie zeitnah informieren und um Ihre Unterstützung bitten. Es geht um unser Land und um die Zukunft unserer Kinder. Packen wir es an!