shutterstock_92888230Die SPD in Trier fordert eine Abmahnung für den Intendanten Karl Sibelius und kritisiert nun auch den zuständigen Dezernenten, Thomas Egger, der ebenfalls der SPD angehört. Gleichzeitig stellen sich die Genossen vor ihren Oberbürgermeister, der den wohl einzigen Lichtblick der Trierer SPD darstellt.

Ein Kommentar von Mario Hau

Das ist Realsatire pur: Die SPD verlängerte in Kenntnis sämtlicher Verfehlungen unlängst den Vertrag Sibelius’, und will ihn nun aufgrund seiner jüngsten Verfehlungen abmahnen. In der Privatwirtschaft wäre das so, als ob ein Unternehmen einem total unfähigen Mitarbeiter den Vertrag verlängert, obwohl dieser das Unternehmen in die Insolvenz getrieben hat. Und ihn nach der Vertragsverlängerung bedeutungsvoll ermahnt: “Jetzt machst es aber besser!” Das ist das Prinzip Hoffnung. Eine Hoffnung, die jedoch völlig unbegründet ist und das Stadttheater noch weiter in den Ruin treiben wird.

Bloss keine Fehler eingestehen!

Und sieht man den Stadtrat als Vorstand dieses imaginären Unternehmens, dann sind sich praktisch alle Vorstandsmitglieder (bis auf die Grünen) einig, dass hier grobe Verfehlungen vorliegen. Der Vorstand beschließt aber trotzdem und fast einstimmig, weiterzumachen, damit nachher niemand erklären kann, er habe eine Fehlentscheidung getroffen mit seiner Personalauswahl.

AfD liegt völlig richtig mit ihrer Position

Dass der Wähler, um wieder in die Politik zu kommen, es durchaus honorieren könnte, würden die Trierer Blockparteien einen Fehler eingestehen, das kommt den Herrschaften nicht in den Sinn. Vor allem deshalb nicht, weil man dann ja gleichzeitig zugeben müsste, dass die AfD mit ihrer Position und Kritik völlig richtig lag und liegt.

Was wiederum zeigt: Ums Wohl der Stadt gehts hier nicht und ging es nie, sondern nur darum, nicht über den eigenen Schatten springen zu müssen.