shutterstock_92888230Scharfe Kritik an dem heute im Steuerungsausschuss mit großer Mehrheit beschlossenen Angebot einer Vertragsverlängerung für Generalintendant Karl Sibelius übt der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der AfD-Fraktion im Trierer Stadtrat Michael Frisch: „Herr Sibelius ist den an ihn gerichteten Erwartungen seit seinem Amtsantritt in keiner Weise gerecht geworden. Stattdessen hat er in kurzer Zeit nicht nur ein finanzielles Desaster angerichtet, sondern auch durch verfehltes Personalmanagement die Theater-Belegschaft gespalten. Zudem sind die Besucherzahlen während seiner Intendanz spürbar zurückgegangen, weil ein erheblicher Teil des Trierer Publikums seine künstlerischen Ambitionen nicht teilt.

Jeder Arbeitnehmer muss mit Konsequenzen rechnen: Sibelius nicht

Jeder Arbeitnehmer muss mit Konsequenzen rechnen, wenn er seinen vertraglich festgelegten Aufgaben nicht in ausreichendem Maße nachkommt. Dies sollte in besonderem Maße für einen leitenden Mitarbeiter der Stadt Trier gelten. Dass man den Intendanten für die verheerende Bilanz seiner bisherigen Amtszeit jetzt mit einem neuen Vierjahres-Vertrag belohnt, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist zu befürchten, dass sich die Probleme fortsetzen und so ein noch größerer finanzieller und ideeller Schaden für das Theater und die Stadt entstehen wird. Dafür tragen dann diejenigen Ratsfraktionen die Verantwortung, die Herrn Sibelius für weitere vier Jahre ins Amt gehoben haben, anstatt seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern. Ich habe als Vertreter der AfD-Fraktion im Steuerungsausschuss gegen den jetzt gefassten Beschluss gestimmt, weil mir die Zukunft des Trierer Theaters am Herzen liegt und weil ich es den steuerzahlenden Bürgern gegenüber nicht vertreten kann, dass keinerlei personellen Konsequenzen aus schwerwiegendem Fehlverhalten gezogen werden.

Alle anderen Parteien stimmten in 2014 einstimmig für Sibelius: Eingeständnis einer Fehlentscheidung nun nicht gewollt

Leider war von vorneherein kaum ein anderes Ergebnis zu erwarten, da dies mit dem selbstkritischen Eingeständnis aller anderen Fraktionen verbunden gewesen wäre, bei der einstimmigen (!) Wahl des Intendanten im Jahre 2014 eine gravierende Fehlentscheidung getroffen zu haben. Über diesen Schatten konnten und wollten die meisten wohl nicht springen.“