teatrierEs ist noch nicht lange her, dass die AfD in der Kulturszene für Unruhe sorgte, weil sie über zukünftige Großinvestitionen die Bürger entscheiden lassen wollte. Wie sich jetzt herausstellt, ist dieser Weg jedoch der einzig richtige. Denn als verantwortungsvoll kann man den Umgang des Theaters mit Ihren Steuergeldern nicht mehr bezeichnen.

So manches virtuelle Rededuell lieferte sich Triers neuer Intendant mit der AfD bereits in den sozialen Netzwerken, und scheute auch nicht davor zurück, mit Lügen und Halbwahrheiten zu argumentieren. Nur zu gut erinnern wir uns an seine Aussage, die AfD betreibe eine “hetzerische Schließungskampagne”, bei der er später so tat, als hätte er das nie gesagt. Mittlerweile läuft die Spielzeit unter Leitung von Karl Sibelius seit fast vier Wochen – und bereits jetzt bestätigen sich alle Befürchtungen.

Zusammenfassung eines Dramas in 4 Akten:

1. Kostendeckung vs. Sibelius: Geschenkt noch zu teuer

Zunächst tat sich der verschwenderische Sibelius damit hervor, ein Theaterstück zu konzipieren, bei dem nicht die Kostendeckung im Vordergrund steht, sondern dessen Einnahmen auf Freiwilligkeit basieren: Jeder Besucher jener Vorstellung soll den Preis, den er am Ticketschalter bezahlt, selbst bestimmen können. Dass damit weder kostendeckend gearbeitet, noch geschätzt werden kann, wie teuer so eine Vorführung für den Steuerzahler ist: Für Sibelius Nebensache. Und wie die jüngsten Erfahrungen zeigen, sind die Theaterstücke des Karl Sibelius selbst geschenkt noch zu teuer, was zumindest dieses Vorhaben erklären könnte.

2. Drei Sparten sind ihm nicht genug: Die vierte Sparte “0.1”

Da Geld in der Welt des Herrn Sibelius keine Rolle zu spielen scheint, wurden die ohnehin schon überflüssigen drei Sparten mit einer vierten ergänzt: Das Bürgertheater “0.1”, unter Leitung des ehemaligen Linken-Stadtrats Marc-Bernhard Gleißner, der unter Sibelius sogleich zum Spartenleiter aufstieg. Und stolz darauf ist, dass er der erste Theater-Funktionär ist, der im Stadtrat über etwas mitentscheiden konnte, mit dem er jetzt sein Geld verdient. Politik der Linken im Jahr 2015: Man ist stolz darauf, die Steuergelder der Bürger für sich selbst ausgegeben zu haben. Die AfD Fraktion im Stadtrat hat deshalb nun eine Anfrage formuliert, in der sie sämtliche Kosten erfragt, die durch die zusätzliche Sparte entstehen.

3. Das Walzwerk als Nebenschauplatz

Zu den Träumen eines Karl Sibelius gehört auch der, das Walzwerk in Trier-Kürenz zu einem Nebenstandort des Stadttheaters zu machen. Grundsätzlich keine schlechte Idee, schließlich liegt das Gelände derzeit ungenutzt brach. Doch: Weder sanitäre Anlagen, noch ein Bühne, noch entsprechende Technik sind vorhanden. Von den stringenten Brandschutz-Vorschriften einmal abgesehen, würde Sibelius auch hier völlig ungehemmt die Steuergelder der Bürger verprassen.

Klick aufs Bild: Leserbriefe im Volksfreund

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4. Vorerst letzter Akt: Der Geruch von Erbrochenem liegt in der Luft

Wer sich dennoch ins Theater traut, flüchtet sogleich wieder. Wie mehrere Leserbriefe belegen, die am vergangenen Samstag im Volksfreund erschienen, strotzen Sibelius Vorstellungen nur so von perfidem und abstoßendem Schauspiel. Masturbierende Schauspieler und auf der Bühne urinierende Darsteller machen den Besuch des Stadttheaters zu einem echten Erlebnis – leider nicht im positiven Sinne. Und wer davon noch nicht genug hat, bei dem kommt das Frühstück spätestens dann wieder zum Vorschein, wenn sich die Akteure in Echtzeit übergeben.

Die AfD wird dringender denn je benötigt

Die AfD in Trier ist scheinbar die einzige Partei, die sich an derlei Erbrochenem stört. Unsere Befürchtungen wurden mehr als bestätigt: Mit Sibelius geht die Steuerverschwendung in noch höherem Maße weiter, als wir uns das hätten vorstellen können. Dementsprechend sollte jeder Euro, der zukünftig für das Theater Trier ausgegeben wird, mehr als einmal umgedreht werden. Vor allem werden wir uns weiterhin rigoros für Bürgerentscheide stark machen, wenn über Ausgaben in Millionenhöhe, beispielsweise für eine Sanierung oder die Herrichtung des Walzwerks, zu Lasten der Bürger entschieden wird.

Meinung:
Vor dem Hintergrund der Flüchtlingsproblematik sollte vielleicht darüber nachgedacht werden, die Subventionen für das Theater zeitweise einzustellen und für die Flüchtlingshilfe auszugeben. Hier könnte Karl Sibelius mit einer damit verbundenen Auszeit dann tatsächlich einen Mehrwert für die Stadt darstellen.

Allein 40 Mitarbeiter des Stadttheaters könnte man vorübergehend dem Sozialdezernat zuordnen, wo in Sachen “Flüchtlinge” 40 neue Planstellen geschaffen werden sollen, die insgesamt 2 Millionen Euro jährlich kosten werden. Übrigens ist dieses Vorgehen derzeit in Mode: Von verschiedenen staatlichen Einrichtungen werden Mitarbeiter auf freiwilliger Basis dazu angehalten, zeitweise in die Asylaufnahmestellen zu wechseln und dort tätig zu sein. Und das Verständnis für diese Maßnahme sollte in Theaterkreisen besonders groß sein: Kürzlich wurde die Rückseite des Stadttheaters schließlich mit dem Slogan “Refugees Welcome” verziert. Den Worten Taten folgen zu lassen, wäre da sicherlich kein schlechter Ratgeber.

Mario Hau
stellvertretender Kreisvorsitzender
Alternative für Deutschland Trier